Studenden sind nur noch Vieh auf dem Transportband zur Schlachtung. Alle paar Meter wird was getestet und eine Marke eingestanzt. Es geht nur geradeaus. Man wählt sein Fach und wird die nächsten Jahre nur sein Fach sehen. Für alles andere bleibt A) keine Zeit und B) darf man nicht mal mehr Veranstaltungen besuchen, für die man sich nicht schon letztes Jahr online angemeldet hat. Für jeden Mist braucht man eine Anmeldung. Fehlzeiten werden sofort erfasst. Eine Wahl hat man nicht mehr. Richtlinien sind nun obligat. Du studierst so, wie WIR dir das sagen oder gar nicht. Kreative Fächerwahl? Gibt es nicht mehr. Interdisziplinär? Nur wenn es im Stundenplan steht. Freiheit? Wo kommen wir denn da hin? Und am Ende ist man dann maximal spezialisiert und kann auch nur genau das machen. Gibt es keinen Job für einen “Bachelor of Science, Molecular Genetic Engineering”, dann kann das das knicken. Früher war man Biologe. Zwar hatte man sein Hauptfach, aber wenn es dafür nichts gab, dann machte man eben was anderes. Man war flexibel, hatte ja viel gemacht im Studien. Pflanzen bestimmt, Tiere seziert, Bakterien gezüchtet, DNA extrahiert, die Evolution des Menschen eingeprägt, etc. Heute züchtet man Fachidioten, die im Schweinezyklus elendig absterben.
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Quelle: “Die gute alte Zeit…” - Kommentar im Heiseforum von Dracocephalus auf den Artikel “Wer nicht schnell studiert, fliegt”
Der Mensch trifft es auf den Kopf. Die junge Studentengeneration macht das alles anstandslos mit, die Hochschulen legen die Hände in den Schoss und jammern, dass sie ja nichts ändern können weil sie auf die Wirtschaft angewiesen sind. Der Politik und der Wirtschaft ist das natürlich alles recht, da man so in Rekordzeit ein produktives, integriertes und steuerzahlendes Mitglied der Gesellschaft wird. Und die, dies halt nicht schaffen oder keine Kohle haben, gucken in die Röhre, bzw. können sich entweder um nen Ausbildungsplatz kloppen oder sich bei ner Leiharbeitsfirma für nen Hungerlohn dumm und dämlich schaffen. Schöne neue Welt. Juhuu.